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Der letzte Absatz war heftig. Das ist mir klar. Doch die Kriegs-Wirtschaft ist einfach so offensichtlich, dass es jetzt ehrlich gesagt schon (fast) zu spät ist. Die Börsen spiegeln jetzt nicht mehr das Konsum-Verhalten wider, sondern die Staats-Ausgaben, welchen wiederum darauf hindeutet, dass die Bürger verarmen. Wie man als Investor aus dieser Nummer herauskommt, bearbeite ich momentan in einem Think Tank mit erfolgreichen Unternehmern und Investmentbankern, die ich in der www.SWISSMONDAY.de „Interview-Reihe“ im Premium-Bereich veröffentliche. Hier ist ein Ausschnitt von Jaime Marx (Trading-Signale aus Miami) – hier ist ein kleiner Ausschnitt exklusiv:
Rainer:
Vor allem im Westen kommt mir die Verdrehung einer Demokratie eher vor, als wäre man im Sozialismus gelandet. Vorgaben, Verbote, Planwirtschaft und Staatliche Arbeitsplätze: wo und wie findet man noch eine „Freie Marktwirtschaft“?
Jaime:
Der freie Markt existiert noch, aber heute überlebt er eher in Nischen denn als universelles Prinzip. In weiten Teilen des Westens werden Märkte zunehmend durch Regulierung, Subventionen, politische Anreize und administrative Eingriffe geprägt. Das schafft eine Wirtschaft, in der Erfolg oft nicht nur von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit abhängt, sondern auch von der Nähe zur Politik, der Fähigkeit zur Einhaltung von Vorschriften und der Auslegung von Regeln. Dennoch ist der Unternehmergeist nicht verschwunden. Freie Marktchancen bestehen weiterhin in privaten Unternehmen, grenzüberschreitender Kapitalallokation, Technologie, Nischenfertigung, digitalen Dienstleistungen und in Rechtsräumen, die für Unternehmensgründungen und Investitionen relativ offen sind. Der freie Markt ist also nicht tot, aber er ist sicherlich eingeschränkt, und das Kapital muss heute viel selektiver sein, um zu erkennen, wo echte wirtschaftliche Freiheit noch existiert.“
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Tja, was soll ich sagen, liebe Leser? Die Wirtschafts-Welt befindet sich in einem großen Umbruch. Es ist für mich zumindest schwierig, an dieser Stelle irgendeine Prognose abzugeben. Die Anzahl von Faktoren in Bezug auf Pro&Contra ist unzählbar. Das einzige, auf was ich hinweisen kann, sind die Quartals-Zahlen für die kommende Woche mit: 3M, IBM, American Express, Tesla, Beiersdorf, Blackstone, Intel, Newmont, Pfizer, SAP, Procter&Gamble, und viele mehr. Für mich bleibt die Devise: hohe Inflation bedeutet hohe Rohstoff-Preise in Phasen der geopolitischen Konflikte. Deshalb bin und bleibe ich ein „Gold-Bug“.
Ich wünsche ein erholsames Wochenende!
Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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