Tesla taucht ab – Gold und Öl sehr positiv – DAX plumpst unter 15.000 Punkte


Tesla taucht ab – Gold und Öl sehr positiv – DAX plumpst unter 15.000 Punkte – Israel und der Nahe Osten bleibt das Kernthema

Liebe Leser,
 
die ersten Quartalsergebnisse sind in der neuen Berichtssaison veröffentlicht worden und tatsächlich springen einige Aktien kräftig nach oben und nach unten. Dazu zählt Tesla. Der Kurs-Rausch „to the moon“ hat ein Ende gefunden, weil die Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch Gewinn nicht erfüllt wurden. Die Tesla-Aktie ist zeitweise zweistellig eingebrochen. Das schwache Wachstum ist unter anderem von einer zunehmenden Konkurrenz bei E-Autos aus China geprägt. Vor allem im asiatischen Wirtschaftsraum haben die chinesischen Automobil-Hersteller (insbesondere bei E-Autos) die Nase vorn.
 
Der eskalierte Nah-Ost-Konflikt hat den Börsen ab Wochenmitte ebenfalls einen Seitenhieb gegeben. Der DAX ist am Freitag unter die charttechnisch wichtige Marke von 15.000 Punkte gerutscht. In Krisensituation rückt natürlich auch entsprechend Gold und Öl in den Vordergrund. Wer sagt, dass Gold langweilig ist, hat nur den Rückspiegel falsch eingestellt und das Rekordhoch nicht im Visier. Denn so weit ist der aktuelle Goldpreis bei knapp 2.000 US Dollar nicht vom Allzeithoch entfernt. Wer Premium-Mitglied im www.SWISSMONDAY.de ist, kennt mein konservativ / langfristiges Rainers Depot mit einer massiven Übergewichtung von Gold-Minen und Öl-Aktien. Zum Thema Nah-Ost-Konflikt war ich in einem Webinar aktiv beteiligt, in dem ein Insider bzw. Geflüchteter aus Tel-Aviv berichtete und Hr. B. Mudlack gemeinsam mit Andreas Lambrou und Robert Jungnischke die aktuelle Situation besprechen: https://www.youtube.com/watch?v=KuzIfcgJClM&t=2737s
 
Dies gilt übrigens auch für Avemio, die eher aus dem dynamischen Wachstumslager kommen. Die Kursgewinne sind sehr erfreulich, denn die Europa-Expansion hält noch eine Reihe von positiven Überraschungen zumindest in meiner Phantasie. Meine „Phantasie“ mit einem fallenden DAX habe ich privat mit einem Short-Schein (WKN: VV7UYW) selbst praktiziert. Nun, ich muss sagen: a) es ist keine Empfehlung und b) bin ich bei „Absicherungs-Positionen“ durchaus schon auf die Schnauze gefallen. Doch wer sich dieser Spekulation auf einen fallenden DAX anschließen will, kann dies gerne tun.
 
Aber jetzt schauen wir uns einmal die Situation bei den Banken an. In den USA sind die Banken traditionell gleich am Anfang dabei. Und somit auch Morgan Stanley, die nicht nur einen Gewinnrückgang verbucht haben, sondern auch die Rückstellungen angehoben haben. Das zeigt also, dass bei den Banken aufgrund der (im Westen) wirtschaftlichen Unsicherheit mit hohen Zinsen und Inflation durchaus Sorgen haben. Ansonsten würde man schließlich das Ausfall-Risiko seiner Kunden bzw. Kredite durch Rückstellungen nicht in diesem Ausmaß aufbauen. Morgan Stanley Aktie ist daraufhin im kurzfristigen Chart schon wie ein Stein geplumpst.
 
Die wichtigsten Ergebnisse der nächsten Börsenwoche auf einen Blick: 3M, Alphabet / Google, CNOOC, Coca Cola, General Electric, General Motors, Microsoft, Puma, Texas Instruments, Visa, Deutsche Bank, IBM, Kühne&Nagel, Meta (Facebook), Amazon, BNP Paribas, Canon, China Construction Bank, Ford, Intel, Mercedes, Nestle, Samsung, Volkswagen, Bank of China, Colgate-Palmolive, Exxon Mobil, McDonalds, Panasonic, und natürlich viele mehr. Es bleibt also spannend – und zwar auf vielen Ebenen.


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Spannend ist für mich insbesondere die Bewertung der teilweise aufgeblähten Künstlichen Intelligenz, die im 1.Halbjahr für sehr viel Euphorie und Bewertungsrekorde wie bei Nvidia gesorgt hat. Da sieht man doch ein erstes Abklingen der Euphorie, obwohl das Thema ChatGPT immer noch in aller Munde ist. Das Problem sehe ich darin, dass KEINE Technologie die Aktie sprichwörtlich „zum Mond“ steigen lässt. An dieser Stelle will ich auch betonen, dass die künstliche Intelligenz sicherlich einen erheblichen Einfluss bereits hat und noch ausbauen wird. Doch die Bewertungsverhältnisse müssen eben im Rahmen bleiben.
 
Wie geht’s an den Börsen weiter?
 
Die Gefahrenpotenziale für die Märkte sind vielfältig! Der Nah-Ost-Konflikt ist – wie im Ukraine Krieg – nur mit einer zeitnahen Betrachtung möglich und nicht mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen, über die man sich in sinnlosen TV-Shows unqualifiziert fetzen kann. Ich halte mich auch wie gewohnt aus politischen Diskussionen heraus. Der zweite Punkt ist die angesprochenen Berichtssaison. Während Netflix positiv überrascht hat, rauschten andere Titel wie angesprochen Tesla mit katastrophalen Ergebnissen in den Keller. In der kommenden Woche kommt eine gigantische Zahlenflut weiteren BIG-Techs, aber auch aus der Old Economy.
 
Oben habe ich bereits meine private Position im DAX-Short genannt (keine Empfehlung, nur Information) und bin insbesondere in Edelmetallen (auch Minen) sowie Öl-Aktien weiterhin optimistisch gestimmt. Die Kunst an der Börse ist schließlich die künftige Entwicklung für sich selbst einzuschätzen. Dies gelingt nicht immer. Aber eine Eigen-Analyse ist in meinen Augen immer wichtig, zu jener man natürlich externe Ideen aus allen Richtungen anhören sollte.
 
Die wäre auch in der Politik sinnvoll, damit man gemeinsam gute Ergebnisse erreicht und sich nicht mit Beiß-Zangen gegenseitig zerfleischt.
 
Bevor ich jetzt in philosophische Texte abtauche, wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende mit einem Energie-Tanker für die nächste spannende Woche.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
 

Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur

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