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Im Ölmarkt fallen die Preise. Die Begründung soll die Sorge einer „Öl-Schwemme“ sein, welche dann die Märkte mit Öl fluten könnte, falls die Straße von Hormus tatsächlich geöffnet wird. Ich sehe es ganz anders. Denn zunächst einmal müssen die Not-Reserve-Lager wieder gefüllt werden und dann erst einmal die Logistik wieder reibungslos laufen. Somit sehe ich momentan Öl-Aktien eher als eine exzellente Gelegenheit wieder günstiger einzusteigen. Darüber hinaus wird kaum über die Situation in Russland berichtet. Der Iran-Krieg nimmt die Headlines in den Medien ein. Doch die Stimmen aus Russland gegen West-Europa – allen voran Deutschland – werden immer heftiger und drohend lauter. Man kann an dieser Stelle wie immer hoffen, dass die Kriegs-Gier einiger mächtigen Spinner auf allen Seiten und überall auf der Welt ein Ende findet. Nun, das sind Worte, die wahrscheinlich jeder vernünftige Mensch so schreiben würde.
Auch Gold und Bitcoin fallen gerade zum Opfer einer Liquiditätskrise. Die Billionen-schwere Börsengänge saugen sehr viel Kapital ab und das geht natürlich auf Kosten der Liquidität. Doch vor allem bei Gold sehe ich Rücksetzer immer als eine gute Gelegenheit für Nachkäufe.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Das Thema Energie-Versorgung wird uns in Kürze einholen. Die Not-Reserven werden aufgebraucht und an der Straße von Hormus gibt es keine Ruhe. Der Ölpreis fällt. Doch wann dreht sich die Illusion in die Realität? Also ich kann nur sagen: wer sich zumindest im Rahmen der technischen Möglichkeiten bewegt, muss diese Gefahr versehen. Vor allem in Europa muss man jetzt ganz genau aufpassen, weil die Netze überlastet und außer Kontrolle geraten. Der Tag „X“ kommt. Auch der Tag „X“, wenn den ersten Private Debt Corporations die Luft ausgeht. Also ich blicke mit negativen Augen auf das 2.Halbjahr. Es kann nicht mehr lange gut gehen, liebe Leser. Es geht nicht mehr lange gut.
Ich wünsche ein erholsames Wochenende!
Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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