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Zur negativen Seite, die Deutschland betrifft: die Produktions-Auslastung ist auf 78% gesunken. Das liegt deutlich unter dem Durchschnitt, sagt der BDI (Bund Deutscher Industrie). Außerdem wurde das Wachstum des Verbundes auf Stagflation gesenkt. Selbst die Bundesregierung musste das erwartete BIP-Wachstum für 2026 von zuvor 1,3% auf 0,8% und jetzt auf 0,5% senken. Also von einem realen Wachstum ist längst nicht mehr sprechen. Das zeigt sich auch am neuesten Knaller mit der Hiobsbotschaft bei Volkswagen, die jetzt 1 Million weniger Fahrzeuge im Jahr bauen „wollen“.
Ich mache noch einen kurzen Ausflug zu Bitcoin und Gold. Bitcoin hat sein Tal überwunden. Der Bitcoin bewegt sich wieder in Richtung der 80.000 US Dollar. Gold tut sich dagegen momentan etwas schwer. Es ist eine Seitwärtsbewegung. Es fehlen auch die Impulse. Auf der Zins-Front gibt es sehr wenig zu erzählen, weil die Zentralbanken einfach in der Klemme sitzen. Stagflation, Irritation, Stracciatella … also wer Gold besitzt kann ruhig schlafen. Wer es noch nicht hat, kann sich in einer solchen Situation ganz entspannt den ein oder anderen Klumpen kaufen. Denn selbst bei einem weiteren Preisrückgang ist es ähnlich wie der Stein in einer Steinschleuder: je weiter es sich dehnt, desto weiter fliegt der Stein. Auf gut Deutsch: Gold wird wieder an Fahrt aufnehmen. Aber natürlich nicht mit 300 oder 600%-ter. Es ist eine solide Basis, um sein Vermögen zu sichern.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
In der kommenden Woche ist das Quartals-Highlight. Alphabet (Google), Amazon, Meta (Facebook), Microsoft und Apple geben ihre Ergebnisse und Aussichten preis. Außerdem melden Konzerne wie Advantest, Domino Pizza, Airbus, BP (British Petrol), Mercedes, Nestle, Petrochina, Mastercard, Volkswagen, Porsche, UBS, BASF, Coca Cola, Komatsu, Novartis, Robinhood, Samsung, Visa, Adidas und Ford ihre Zahlen. Die geopolitischen Konflikte sind vollkommen unübersichtlich. Am besten erscheint mir aktuell erst einmal Urlaub zu machen und sich die Zahlen von einer Strand-Bar auf dem Handy anzuschauen. Es bleibt volatil. Und ich selbst halte mich in dieser Phase lieber zurück und nehme dann die Übertreibungen ggf. zum Anlass, zu attraktiven Preisen die Gegenbewegung zu nutzen.
Ich wünsche ein erholsames Wochenende!
Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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