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So, und jetzt rede ich hier im frei zugänglichen Newsletter einmal „Tacheles“! Das 4.Quartal ist angebrochen und es ist ja toll, wenn der Öl-Preis auf Brent nur knapp über 100 US Dollar liegt. Doch niemand kann dieses Öl OHNE einer Raffinerie im Auto- oder Flugzeug-Tank verwenden. Deshalb müssen wir uns die Preise des Bedarfs anschauen. Und genau hier liegt der gewaltige Preis-Aufschlag. Dieser Winter wird zu einem Super-Gau führen. Ich lehne mich hier sehr weit aus dem Fenster. Aber ehrlich gesagt: ich finde eine Aussage: „Wir schaffen das“ an dieser Stelle viel gewagter. Die mediale Sensibilisierung für Rationierungen werden bereits subtil in die Hirne der Menschen eingepflanzt. Somit ist die Überraschung unterschwellig am Tag X nicht mehr so hart. Doch der Aufschlag wird gewaltig. Ich prophezeie an dieser Stelle, dass die Diskussionen über die Energie-Knappheit spätestens im November startet. Bislang scheint noch die Sonne und tagsüber zählen die Thermometer in Deutschland noch rund 20 Grad. Also scheint dieses Thema weit entfernt.
Am kommenden Montag erscheint wieder die Premium-Ausgabe vom www.swissmonday.de. Darin behandel ich u.a. die Erwartungen für das 4.Quartal. Es ist ein Quartal, das voller politischen Entscheidungen mit den Zwischenwahlen in den USA und Wahlen in Israel gefüllt ist. Außerdem bleibt die Frage, ob Anthropic in diesem Winter noch den Billionen-schweren Börsengang schafft? Wie krass der Kampf um die Liquidität momentan ist, zeigt auch Elon Musk. Für sein Raum-Schiff Projekt im Welt-All Rechenzentren aufzubauen, werden weitere 40 Milliarden US Dollar an Anleihen ausgegeben. Erst kürzlich wurden 75 Milliarden US Dollar beim SpaceX IPO eingesammelt. Das Geld verschwindet wie Sand in einem Sieb, das so groß ist, wie ein Scheunentor. Die Liquidität geht aus bzw. die Schulden steigen. Entweder platzt die Schulden-Bubble, oder es muss frisches Geld gedruckt werden. Beides ist für die Finanzmärkte eine Katastrophe. Und diese Katastrophe rückt immer näher! Lesen Sie mehr am Montag im www.swissmonday.de!
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Quartalszahlen der kommenden Woche: Citigroup, Goldman Sachs, Johnson&Johnson, JP Morgan, Proctor&Gamble, Morgan Stanley, Wells Fargo, ASML, Black Stone, Charles Schwab, Taiwan Semiconductor (TSMC). Erst in der Folgewoche geht es dann mit den Mag.7 langsam aber sicher richtig los. In der Zwischenzeit bekommen wir sicherlich noch weitere Informationen über die BIG-Player im KI (bzw. Super-Intelligenz) Sektor, weil die Börsengänge von Anthropic und OpenAI aufgrund der geplanten Rekord-IPOs erhebliche Ausmaße für die Liquidität an den Finanzmärkten haben. Auch die vermeintlichen „Zirkelgeschäfte“ von Nvidia sind ein mittlerweile offenes Geheimnis, welches die Private Debts Invesments immer mehr in Schieflage bringt, wie man bei den Anleihen-Preisen beispielsweise bei Oracle oder auch Softbank als größter Investor von OpenAI sieht. Softbank zahlt mittlerweile Anleihen-Renditen zwischen 11 und 12%. Also der Markt ist heiß. In meinen Augen hängt der Finanzmarkt am seidenen Faden, der schon wie bei einer Laufmasche die ersten Risse hat. Nun, man kann die Strumpfhose noch kurz nähen. Am Anfang ist es sexy, doch eines Tages ist alles aufgerissen und verbraucht.
Ich wünsche ein erholsames Wochenende.
Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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