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In der kommenden Woche legen viele deutsche Unternehmen ihre Quartal- bzw. Jahresergebnisse vor: Bayer, Eon, Allianz, Deutsche Telekom, Hensoldt, Münchner Rück, Puma, BASF und bei Siemens Energy findet die Hauptversammlung statt. Ich habe zu Beginn der heutigen Ausgabe schon einmal auf die riesige Diskrepanz bei der Größe (nach Marktkapitalisierung) europäischer und US-amerikanischer Unternehmen angesprochen. Ganz ehrlich: Europa hat sich mit den politischen Eingriffen durch die EU in Bereichen der zahllosen Verbote, Regulierungen und Energie-Infrastruktur-Vernichtung ins Abseits geschossen. Die Folgen sind schon sichtbar. Auch Autos, wie wir sie heute kennen, verändern sich rasant. Es gibt noch ein paar Vorteile in Deutschland – aber der Abstand schmilzt. Die Rahmenbedingungen wurden so stark verschlechtert, dass EU-Staaten das nächste Jahrzehnt viel mehr mit sich selbst zu tun hat, als irgendeine Rolle auf den Zukunftsmärkten spielen zu können. Während dessen gehen die Entwicklungen in China und USA schnell voran.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Die Börse nimmt entsprechende Ankündigungen oder Erwartungen voraus. Im Fall des von Medien angekündigten Kriegsausbruch im Iran, bin ich mir nicht sicher. Denn je mehr die Erwartungen steigen, desto unwahrscheinlicher ist es. Nehmen wir an, dass man den Plan eines Einbrechers in sein Haus schon kennt, dann wartet dieser lieber ab. Nun, Trump ist für mich so unberechenbar, dass es natürlich bei Spekulationen bleibt. Doch die Kriegs-Flotten aus den USA, China und Russland ist schon offensichtlich eine große Bedrohung. Wie würden die Börsen reagieren? Bislang ist noch keine große Unruhe für mich sichtbar – mit Ausnahme beim Öl-Preis. Am Montag sind wir alle schlauer. Das Jahr 2026 ist noch am Anfang – und es wird bestimmt nicht langweilig. Selbst wenn man sich häufig mehr Ruhe wünscht.
Ich wünsche ein tolles Wochenende!
Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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