DAX vs. Insolvenzen +15% – Wachstum trotz Schuldenberg nur 0,2%


DAX vs. Insolvenzen +15% – Wachstum trotz Schuldenberg nur 0,2% – Apple entscheidet sich für Google Gemini – TSMC zieht Chip-Sektor nach oben – DE Bildungs-Missionäre in Asien

Liebe Leser,

die Insolvenzwelle explodiert mit einem Anstieg von 15% gegenüber dem Vorjahr! Die Börse feiert bei Zalando die Schließung eines Logistik-Zentrums in Erfurt mit 2.700 Mitarbeitern, die ins staatliche Auffangbecken geführt werden. Während die Börse den Stellenabbau feiert, muss man die Auswirkung auf der volkswirtschaftlichen Ebene betrachten. Der Konsum bricht weg! Die Infrastruktur ist im Arxxx. Die Kommunen haben keine Einnahmen mehr. Ein Rattenschwanz, der sich tief bis in die Bildungs-Misere ausbreitet. Ich hatte einen Schock: letzten Sonntag erlebte ich es hautnah in einer Pizzeria. In einer Großstadt Südostasiens kamen 6 eigenartige junge Damen an meinen Nebentisch. Angehende Lehrer, die mich tatsächlich nach meinem „PRONOMEN“ gefragt haben. Liebe Leser, ich habe die Frage nicht verstanden! Schlußendlich ging es um die Akzeptanz aller Geschlechter, wenn man sich als „Voll-Pfosten“ bezeichnet. Prinzipiell ist es mir egal. Doch wenn es angehende Lehrer sind, dann kann ich von diesem Bildungs-System nur abraten.
 
Waffen- bzw. Rüstungskonzerne heben die Indizes. Ist es nicht schrecklich, dass Aktien wie Rheinmetall in Deutschland stark gefragt sind, während die Innenstädte sichtlich verrotten? Der DAX hat längst nichts mehr mit Deutschland am Hut. Es ist auch nicht die Aufgabe der „Deutsche Börse“ mit dem Index die volkswirtschaftliche Realität widerzuspiegeln. Auf der anderen Seite sieht man aber die Konzentration auf wenige große Konzerne, deren Verwaltung in Deutschland sitzt, aber 80% der Umsätze im Ausland generiert werden. Die Verarmung Deutschlands hat nicht erst jetzt begonnen, aber jetzt sind die Auswirkungen sichtbar. Es ist aber nicht nur ein deutsches, sondern ein globales Phänomen, auf welches ich in der nächsten Ausgabe vom www.SWISSMONDAY.de am jetzigen Montag konkret eingehe. Freunde der Finanzmärkte: es wird eng! Es wird sehr eng! Wer noch nicht bei meinem Premium-Dienst angemeldet ist, sollte jetzt wenigsten einmal testen. www.SWISSMONDAY.de
 
Die Gebühren bei Kreditkarten werden ab 20.Januar in den USA auf 10% begrenzt. Damit will Donald Trump die überschuldete Konsum-Gesellschaft retten. Doch nach der Bekanntgabe haben die Aktien der entsprechend betroffenen Banken wie Citigroup mit einem Minus reagiert. In dieser Woche waren die Banken ohnehin das Thema an der Wallstreet, weil die großen Player wie JP Morgan und Wells Fargo ihre Ergebnisse veröffentlicht haben. Banken-Aktien waren in dieser Woche die Sektor-Verlierer. Auf der Verlustseite waren auch die Tech-Werte, während der Sektor-Sektor eher stärker nachgefragt war. Dies war auch für den DAX (Eon, RWE) positiv. Der DAX hat kurzzeitig ein neues Allzeithoch erreicht. (Wie schon erwähnt: 80% der Umsätze der DAX-Unternehmen werden im Ausland generiert).


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Die ersten Ergebnisse wurden veröffentlicht. Darunter war auch der weltweit größte Chiphersteller Taiwan Semiconductor (TSMC). Der Mega-Trend KI hat die Gewinne weiter nach oben schnellen lassen. Auch die Aktien von ASML (holländischer Chip-Maschinen-Hersteller) hat von den Zahlen von TSMC profitiert. Alphabet (Google) hat nach seinem KI-Aufschwung durch Gemini die Marktkapitalisierung von 4 Billionen US Dollar erreicht. Apple wird sich für die Google-KI (Gemini) entscheiden und ist ein nächster Dämpfer für ChatGPT (OpenAI), wo Microsoft investiert ist. Man sieht an diesen Schlagzeilen das große Tauziehen um die Marktführung im KI-Sektor für die große Allgemeinheit. Während dessen floriert der IPO-Markt in China / Hong Kong mit neuen KI-Unternehmen, die auf das Börsen-Parket kommen. Die Nachfrage ist groß. Manch ein Investor fragt sich, wie kostenlose Angebote beispielsweise Deepseek.com aus China Gewinn machen können. Nun, es sind einfach die Daten, welche dann im „Back-Office“ maßgeschneidert an andere Unternehmen verkauft werden. Die meisten Anleger oder auch Konsumenten können sich das wirkliche Geschäftsmodell hinter der KI nicht vorstellen.
 
Und jetzt zum Abschluss schließe ich den Kreis und nehme die dramatischen Rahmenbedingungen der deutsch-europäischen Politik in Bezug zum KI-Universum: Deutschland hat 0,2% Wirtschafts-Wachstum erreicht. Der Grund für den starken Anstieg sind Konsum-Ausgaben und staatliche „Investitionen“. Auf gut deutsch: Deutschland hat einen riesigen Schuldenberg für ein Wachstum von 0,2% geschafft. Dabei sind alle notwendigen Rahmenbedingungen für das KI-Zeitalter rund um Energie und freier Arbeit (Zensur) auf dem Irrweg. Die nächsten Jahrzehnte wird Deutschland und Europa verschlafen. Traurig, aber wahr! Und hier etwas zum Lachen: https://www.youtube.com/watch?v=oZqH0mCb0ew
 
Wie geht’s an den Börsen weiter?
 
Wir befinden uns erst am Anfang der Berichtssaison. In der kommenden Woche ist es auch relativ dünn. Netflix, Johnson&Johnson, Intel, Procter&Gamble, Visa (und einige mehr) veröffentlichen ihre Zahlen. Er übernächste Woche geht es richtig los und im Vorfeld wird kräftig spekuliert. Deshalb gehe ich von einer nervösen Woche aus. Die „Vor-Freude“ ist bekanntlich immer der wirkliche Impuls. Das Ergebnis ist nur die Kür. Somit freue ich mich die kommende Woche. Das Gerücht über die Silber-Shorts und potenzieller Kollaps der UBS könnte die Märkte bei einem Beweis des Gerüchtes in ein „Erd-Beben“ führen. Das sind nur Spekulationen. Aber man sollte es im Auge behalten!
 
Ich wünsche ein tolles Wochenende!

Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur

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